Trauer und Bestattung

Meine Zeit steht in Deinen Händen (Psalm 31,16)

Ein Mensch liegt im Sterben oder Sie haben einen Menschen verloren, der Ihnen nahe stand und wichtig war. Vielleicht können Sie im Augenblick gar nicht erfassen, was geschehen ist. Vielleicht ist auch ein langer Weg mit Leid und Schmerz zu Ende gegangen. Viele Gefühle werden Sie jetzt sicherlich bewegen. Angst, Verzweiflung, Nichtbegreifen, Hilflosigkeit. Vielleicht wissen Sie nicht, was jetzt zu tun ist, an wen Sie sich wenden können. Die folgenden Angaben sollen Ihnen helfen, den sterbenden Menschen, die Verstorbene, den Verstorbenen auf dem letzten Weg zu begleiten, die ersten rechtlichen und formalen Schritte zu tun und Ansprechpartner in der eigenen Trauer zu finden.

Was müssen Sie tun, wenn ein Mensch gestorben ist?
Stirbt ein Mensch zu Hause, muss ein Arzt verständigt werden. Rufen Sie am besten den Hausarzt der oder des Verstorbenen an. Er stellt den Totenschein aus. Beauftragen Sie zudem ein Bestattungsinstitut. Es übernimmt die Organisation der Bestattung und bietet Hilfe bei allen Formalitäten an. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten und unterstützen Sie und beantworten Ihre Fragen. Vielleicht kennen Sie ein Institut in Ihrer Nähe, oder Sie sehen im Branchenbuch nach.

Holen Sie sich Unterstützung
Nehmen Sie Kontakt zu einem Pfarrer oder einer Pfarrerin auf. Sie begleiten Sterbende oder Hinterbliebene in ihrer Trauer und stehen ihnen bei. Adressen und Telefonnummern finden Sie über Ihre evangelische Kirchengemeinde. Wenn Sie nicht wissen, welche Kirchengemeinde für Sie zuständig ist, dann benutzen Sie die Gemeindesuchmaschine. Rufen Sie Verwandte und gute Freunde an. Auch sie unterstützen Sie in den ersten Stunden und Tagen.

Abschied nehmen
Der oder die Verstorbene wird abgeholt. Ein schmerzlicher Schritt auf dem Weg des Abschiednehmens. Ob im Krankenhaus oder zu Hause, Pfarrerin oder Pfarrer können den Abschied mit einer Aussegnung begleiten.

Die Trauerfeier
Ihr Pfarrer oder Ihre Pfarrerin hilft Ihnen, die Trauerfeier zu organisieren und persönlich zu gestalten. Erzählen Sie von dem Verstorbenen. Vielleicht wissen Sie ein Bibelwort, das dem oder der Verstorbenen wichtig war. Es kann Grundlage für die Traueransprache sein.

Die Zeit danach
Nach der Bestattung beginnt für Trauernde noch lange nicht der Alltag. Trauer braucht Zeit, ungeweinte Tränen können krank machen. Manchmal dauert es lang, bis Gefühle der Abwehr, Einsamkeit und vielleicht auch der Schuld langsam weichen. Ihre Pfarrerin oder Ihr Pfarrer unterstützen Sie auf diesem Weg. In manchen Gemeinden gibt es auch Gesprächskreise für Trauernde. Erkundigen Sie sich im Gemeindebüro Ihrer Kirchengemeinde.

Hier finden Sie außerdem Rat und Unterstützung
Für Menschen, die am Telefon mit jemandem reden möchten und für Menschen in Krisensituationen ist rund um die Uhr die Telefonseelsorge (Link) erreichbar, Telefon 0800 1110111.

Menschen in Krisensituationen finden Hilfe beim Evangelischen Zentrum für Beratung und Therapie oder bei der Psychologischen Beratungsstelle Höchst.

Die Notfallseelsorge bietet Trauerbegleitung in Form von Einzel- und Gruppengesprächhen an. In einem Vorgespräch wird gemeinsam entschieden, welches Angebot in Frage kommt. Auf Wunsch ann auch bei der Suche nach alternativen Angeboten geholfen werden.
Bei rechtlichen Angelegenheiten nennt Ihnen die Notarkammer Frankfurt am Main Notarinnen und Notare in Ihrer Nähe, die Sie beraten können: Bockenheimer Anlage 36, 60322 Frankfurt, Telefon 069-17009802.

Weitere Informationen erhalten Sie im Evangelischen Info-Center.

Linktipps:
http://www.leben-neu-gestalten.de
http://www.trauernetz.de

Die tägliche Losung

Einen Überblick über die Veranstaltungen der evangelischen Kirche gibt es für jeden Tag im Veranstaltungskalender

0800 111 0 111 - rund um die Uhr steht die Telefonseelsorge Hilfesuchenden zur Verfügung

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